Filtertechnik

PFAS-Filter für Trink- und Prozesswasser

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Zertifiziert statt behauptet.

PFAS ist die Sammelbezeichnung für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, eine Gruppe von mehreren Tausend Industriechemikalien. Sie stecken in Beschichtungen, Löschschäumen und Verpackungen, gelangen über Boden und Grundwasser ins Rohwasser und werden dort nicht abgebaut. Genau deshalb sind sie inzwischen in der Trinkwasserverordnung geregelt.

Technisch lassen sich PFAS über Aktivkohle zurückhalten. Entscheidend ist, dass die Leistung nachgewiesen und nicht nur behauptet wird. Beide Systeme, die Leyco für diesen Zweck anbietet, sind von IAPMO R&T nach NSF/ANSI 53 geprüft und zertifiziert. Sie kommen als Einheit aus Gehäuse und Kartusche, damit die zertifizierte Kombination auch in der Praxis eingebaut wird.

Zahlen zum System

99,8
Prozent
Reduzierung von fünf PFAS-Verbindungen durch das FloPlus Protect 20BB
5
PFAS-Verbindungen
PFOA, PFOS, PFHxS, PFNA und PFHpA, zertifiziert nach NSF/ANSI 53
151200
Liter
Kapazität einer FloPlus Protect Kartusche, etwa zwölf Monate
18,9
Liter pro Minute
Durchfluss im Vollstrom, ohne separaten Zapfpunkt

Pentair FloPlus Protect 20BB

Produkthighlights

  • Alles-in-einem-System für das gesamte Objekt (Point of Entry)
  • Reduziert PFOA, PFOS, PFHxS, PFNA und PFHpA um bis zu 99,8 Prozent
  • Von IAPMO R&T nach NSF/ANSI 53 zertifiziert
  • Filterfeinheit 1 µm, Durchfluss 18,9 l/min, Kapazität 151.200 Liter
  • Fibredyne-Technologie für hohen Durchfluss bei geringem Druckverlust
  • Integriertes Druckentlastungsventil für den Kartuschenwechsel

Das FloPlus Protect 20BB filtert am Hauseingang, also bevor das Wasser ins Objekt verteilt wird. Damit wird jede Zapfstelle versorgt, nicht nur die Küche. Das System besteht aus dem Big-Blue-Gehäuse 150253 mit 1½ Zoll Anschluss und Druckentlastung sowie der Kartusche 655230-43. Nur diese Kombination ist zertifiziert, das Gehäuse allein oder eine andere Kartusche erfüllen die Zertifizierung nicht.

Die Kartusche ist ein Fibredyne-Aktivkohleblock. Diese Bauweise kombiniert Kohlefiltration mit Tiefenfiltration, hält also gleichzeitig Partikel zurück, reduziert freies Chlor und hält den Druckverlust über die Standzeit niedrig. Bei 18,9 l/min läuft das System im Vollstrom, ein zusätzlicher Zapfpunkt ist nicht nötig.

Typische Einsatzbereiche:

  • Objekte mit nachgewiesener PFAS-Belastung im Rohwasser
  • Eigenwasserversorgung und Brunnenwasser in Gewerbe und Landwirtschaft
  • Wohn- und Gewerbeobjekte, in denen alle Zapfstellen abgesichert werden sollen
  • Vorsorgende Absicherung in Regionen mit belasteten Grundwasserkörpern

Zum Einbau: senkrecht montieren, Schale hängt nach unten, unter der Kartusche 6,35 cm Freiraum für den Wechsel einplanen, O-Ring vor der Montage schmieren und bei jedem Wechsel prüfen. Halterung 150061 und Schraubenschlüssel SW-4 144368 sind separat erhältlich.

Merkmal Wert
System Gehäuse Big Blue 150253 (1½" E/A BSP, mit Druckentlastung) + Kartusche 655230-43
Ersatzkartusche FloPlus Protect 20BB / 655230-43
Gehäusegröße 20 Zoll
Gehäuseabmessungen 590 × 189 mm
Gehäusematerial Polypropylen
Einlassgröße 1½" BSP
Kartuschentyp Fibredyne-Aktivkohleblock, 118 × 508 mm
Filterfeinheit 1 µm
Durchflussmenge 18,9 l/min
Kapazität 151.200 Liter
Standzeit etwa 12 Monate, abhängig von Verbrauch und Wasserqualität
Temperaturbereich 4,4 bis 37,8 °C
Schadstoffreduzierung bis zu 99,8 % PFOA, PFOS, PFHxS, PFNA, PFHpA
Zubehör Halterung 150061, Schraubenschlüssel SW-4 144368

Zertifizierung: Das Modell FloPlus Protect 20BB, bestehend aus dem Big-Blue-Gehäuse 20" 1½" E/A und der FloPlus Protect Kartusche, ist von IAPMO R&T nach NSF/ANSI 53 auf die im Leistungsdatenblatt angegebenen Reduzierungen geprüft.

Pentair ChlorPlus Protect 10

Produkthighlights

  • Kompaktes Alles-in-einem-System für den Einsatzort (Point of Use)
  • Zertifiziert nach der neuen NSF/ANSI-Norm für Gesamt-PFAS, bis zu 99,6 Prozent
  • Reduziert zusätzlich Sedimente, Chlor und Chloramin
  • Filterfeinheit 1 µm, Durchfluss 3,78 l/min, Kapazität 3.785 Liter
  • Integriertes Druckentlastungsventil für den Kartuschenwechsel
  • Gehäuseabmessungen nur 130 × 310 mm

Das ChlorPlus Protect 10 ist die kompakte Lösung, wenn nicht das ganze Objekt, sondern eine bestimmte Entnahmestelle abgesichert werden soll. Das System besteht aus dem Standardgehäuse 150102 in Schwarz und Blau mit ¾ Zoll Anschluss und Druckentlastung sowie der Kartusche 655226-43. Auch hier gilt: Nur diese Kombination ist zertifiziert.

Die Zertifizierung ist der eigentliche Unterschied zu älteren Aktivkohlelösungen. Das System ist von IAPMO R&T nach NSF/ANSI 53 auf die Reduzierung der Gesamt-PFAS geprüft. Die Testmischung enthält PFOA, PFOS, PFHxS, PFNA, PFHpA, PFBS und PFDA, also sieben Verbindungen, und das System hält die Anforderung von 20 ppt für Gesamt-PFAS ein. Dazu reduziert die Aktivkohleblock-Kartusche Sedimente, freies Chlor und Chloramin, was sich unmittelbar auf Geschmack und Geruch auswirkt.

Typische Einsatzbereiche:

  • Einzelne Entnahmestellen in Küche, Teeküche oder Ausschank
  • Gastronomie und Büro, wo gezielt Trinkwasser abgesichert wird
  • Objekte, in denen eine Anlage am Hauseingang nicht umsetzbar ist
  • Kombination mit vorhandener Filtertechnik als PFAS-Stufe

Zum Einbau: senkrecht montieren, Schale hängt nach unten, unter der Kartusche 3,81 cm Freiraum einplanen, O-Ring schmieren und bei jedem Wechsel prüfen. Halterung und Schraubenschlüssel SW-2 150295 sind separat erhältlich. Die Ersatzkartuschen kommen in Kisten mit 12 Stück.

Merkmal Wert
System Gehäuse 150102 schwarz/blau (¾" E/A, mit Druckentlastung) + Kartusche 655226-43
Ersatzkartusche ChlorPlus Protect 10 / 655226-43 (12 Stück je Kiste)
Gehäusegröße 10 Zoll
Gehäuseabmessungen 130 × 310 mm
Gehäusematerial Polypropylen
Einlassgröße ¾" BSP
Kartuschentyp Aktivkohleblock 655226-43
Filterfeinheit 1 µm
Durchflussmenge 3,78 l/min
Kapazität 3.785 Liter
Standzeit 4 bis 5 Monate, abhängig von Verbrauch und Wasserqualität
Förderdruckbereich 2,06 bis 8,6 bar
Temperaturbereich 4,4 bis 37,8 °C
Schadstoffreduzierung bis zu 99,6 % Gesamt-PFAS, zusätzlich Sedimente, Chlor, Chloramin
Zubehör Halterung, Schraubenschlüssel SW-2 150295

Zertifizierung: Das Modell ChlorPlus Protect 10, bestehend aus dem Pentair Standardgehäuse 10" ¾" E/A und der ChlorPlus Protect 10 Kartusche, ist von IAPMO R&T nach NSF/ANSI 53 in Bezug auf die Reduzierung der Gesamt-PFAS zertifiziert. Die Testmischung besteht aus PFOA (500 ppt), PFOS (1.000 ppt), PFHxS (300 ppt), PFNA (50 ppt), PFHpA (40 ppt), PFBS (260 ppt) und PFDA (10 ppt). Das System erfüllt die Anforderung von 20 ppt für Gesamt-PFAS.

Welches System passt?

Die Entscheidung fällt an zwei Punkten: Soll das gesamte Objekt versorgt werden oder eine einzelne Entnahmestelle, und welcher Durchfluss ist gefordert. Das FloPlus Protect 20BB sitzt am Hauseingang und liefert 18,9 l/min für alle Zapfstellen. Das ChlorPlus Protect 10 ist die kompakte Variante direkt am Verbraucher und punktet zusätzlich bei Chlor und Chloramin.

Merkmal FloPlus Protect 20BB ChlorPlus Protect 10
Einsatz gesamtes Objekt (Point of Entry) einzelne Entnahmestelle (Point of Use)
PFAS-Reduzierung bis zu 99,8 % (5 Verbindungen) bis zu 99,6 % Gesamt-PFAS (7 Verbindungen im Test)
Zusätzliche Wirkung Partikel, freies Chlor Sedimente, Chlor, Chloramin
Durchfluss 18,9 l/min 3,78 l/min
Kapazität 151.200 l 3.785 l
Standzeit etwa 12 Monate 4 bis 5 Monate
Anschluss 1½" BSP ¾" BSP
Gehäuse 590 × 189 mm 130 × 310 mm

Gehäuse und Kartusche gehören zusammen.

Geprüft ist beim FloPlus Protect das Gehäuse 150253 mit der Kartusche 655230-43, beim ChlorPlus Protect das Gehäuse 150102 mit der Kartusche 655226-43. Andere Paarung heißt: Zertifizierung nach NSF/ANSI 53 gilt nicht mehr. Das betrifft den Einbau und genauso den Kartuschenwechsel.

Produktübersicht

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Was ist die Summe aus 6 und 7?
Stefan Escherich
Vertrieb

PFAS sachlich betrachtet.

Beim Thema PFAS wird viel behauptet und wenig belegt. Wir halten es umgekehrt: Was unsere Systeme leisten, steht in den Zertifikaten und Datenblättern. Rechts finden Sie die Fragen, die uns Installateure und Betreiber dazu am häufigsten stellen. Für Ihren konkreten Fall brauchen wir die Analysewerte Ihres Rohwassers, dann nennen wir Ihnen die passende Kombination.

Häufig gestellte Fragen

PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, eine Gruppe von mehreren Tausend Industriechemikalien. Sie sind wasser-, fett- und hitzeabweisend und wurden deshalb in Beschichtungen, Löschschäumen, Textilien und Verpackungen eingesetzt. Weil sie sich in der Umwelt praktisch nicht abbauen, heißen sie umgangssprachlich Ewigkeitschemikalien.

Über Eintragspfade wie Industrieabwasser, Klärschlamm, Löschschaum-Einsätze und belastete Böden gelangen PFAS ins Grundwasser. Von dort wandern sie in die Rohwasserfassungen. Weil sie stabil und gut wasserlöslich sind, verteilen sie sich weiträumig und verschwinden nicht von selbst.

Aktivkohle ist das übliche Verfahren, aber nicht jede Aktivkohlekartusche ist dafür geprüft. Entscheidend ist die Zertifizierung des Systems aus Gehäuse und Kartusche. Unsere beiden Systeme sind von IAPMO R&T nach NSF/ANSI 53 auf die PFAS-Reduzierung zertifiziert, eine gewöhnliche Aktivkohlekartusche ist das nicht.

Das ChlorPlus Protect 10 hält im Prüfverfahren die Anforderung von 20 ppt für Gesamt-PFAS ein. Ppt steht für parts per trillion, also Nanogramm pro Liter. Geprüft wird mit einer definierten Mischung aus sieben PFAS-Verbindungen in deutlich höheren Ausgangskonzentrationen.

Die Trinkwasserverordnung sieht einen Grenzwert für die Summe von 20 PFAS-Verbindungen vor, ab 2028 kommt ein strengerer Wert für die Summe von vier Verbindungen hinzu. Für Betreiber heißt das: messen, bewerten und bei Auffälligkeiten eine geprüfte Filterstufe nachrüsten.

Beim FloPlus Protect 20BB nach etwa zwölf Monaten oder 151.200 Litern, beim ChlorPlus Protect 10 nach vier bis fünf Monaten oder 3.785 Litern. Beide Werte hängen von Verbrauch und Wasserqualität ab. Wechseln Sie außerdem, sobald der Durchfluss nachlässt.

Das hängt vom Schutzziel ab. Soll nur Trinkwasser abgesichert werden, genügt eine Lösung am Einsatzort. Sollen alle Zapfstellen im Objekt versorgt werden, etwa auch Duschen und Geräte, gehört der Filter an den Hauseingang.